Dynamische Schwere-Trägheits-Theorie (DSTT) und Weber-Kräfte
Zusammenfassung
Die DSTT trennt Schwere (Ursache) von Trägheit (Wirkung) und teilt die Trägheitsantwort in eine radiale und eine tangentiale Komponente auf. Die Weber-Kräfte sind geschwindigkeits- und beschleunigungsabhängige direkte Teilchenwechselwirkungen ohne Felder und ohne Raumzeitkrümmung. Zentrale Konsequenz: Alle Bahnen sind prinzipiell logarithmische Spiralen – es gibt keine exakten Ellipsen – und die Gravitation erzeugt einen intrinsischen Zeitpfeil.
Axiome der DSTT (Anhang G, vollständiger Axiomensatz)
- Schwere als einzige Ursache – radiale Schwerewirkung F_G(r), keine weiteren Kräfte, keine Felder.
- Trägheit als einzige Wirkung – zwei orthogonale Trägheitsantworten: radial a_Z, tangential a_B.
- Aufteilung der Schwerewirkung – radial (1−β)·F_G, tangential β·F_G; β(t) ∈ [0,1].
- Trägheitsmasse – effektive Masse m_T = m + αM: die Trägheit des Testkörpers hängt vom Zentralkörper ab.
- Energiezerlegung – E = E_Z + E_B; β = E_B/E energetisch definiert.
- Dynamik von β – autonome Evolutionsgleichung β̇ = (F_G/E²)·(E_Z·v_B + β·E_B·v_Z) > 0; β wächst monoton und erreicht 1 nie.
- Universelle Bahnform – Eliminierung der Zeit ergibt r(φ) = K·e^(φ/B) mit B = 2E/F_G; Kreisbahnen und Ellipsen ausgeschlossen.
Drift und planetare Migration (Anhang G.1–G.2)
- Driftgeschwindigkeit: v_wander = ±rφ̇·√(1−β); sie verschwindet nie (β < 1).
- Anfangs Einwärtsdrift (ṙ < 0) wird durch r̈ > 0 abgebremst und in Auswärtsdrift umgekehrt – langfristig spiralisieren alle Satelliten nach außen.
- Konsequenz ohne Zusatzmechanismen (keine Gezeiten, keine Scheibenreibung): planetare Migration, Mondwanderung, Hot Jupiters (frühe Einwärts-, spätere Auswärtsphase).
- Vergleich G.2: Newton erlaubt geschlossene Ellipsen, die ART präzedierende Ellipsen – die DSTT kennt überhaupt keine stabile Bahn; β ersetzt sowohl das newtonsche Drehimpulskonzept als auch die Geodätenstruktur der ART.
Weber-Kräfte (Kapitel 8.4)
Allgemeine Form: F ∝ (Q₁Q₂/4πε₀r²)·[1 − ṙ²/c² + β_Kraft·rr̈/c²]·r̂ + 2(ṙ·v⃗)v⃗/c²
- Weber-Elektrodynamik (WED): β_WED = 2 → erfüllt actio=reactio, Impulserhaltung
- Weber-Gravitation Massen (WG): β_WG = 0,5
- Weber-Gravitation Photonen: β = 1; das Quantenpotential kompensiert so, dass effektiv β = 0,5 wirkt
Vollständige Kraft der WDBT: F⃗_WDBT = F⃗_WG + F⃗_Q mit Quantenpotential Q = −ħ²∇²√ρ/(2m√ρ).
Bahnen, Periheldrehung, Drift (Kapitel 8.3–8.9)
- Bahnlösung: logarithmische Spirale r(φ) = K·e^(φ/B); Kreisbahnen/Ellipsen existieren nicht exakt.
- Periheldrehung pro Umlauf: Δφ = 2π(1/κ − 1) → Δφ ≈ 6πGM/(c²a(1−e²)) → für Merkur 42,98″/Jahrhundert, übereinstimmend mit Beobachtung und ART (vollständige Herleitung: Anhang H).
- Winkelbasierte Parametrisierung r(φ) statt r(t): numerisch stabiler, direkt an Ephemeriden (DE440) koppelbar.
- Kopplungsgleichung: β_WG = 0,5 erzwingt β̇ > 0; β_WED = 2 erzwingt β̇ = 0.
- Exzentrizität nimmt ab: de/dt < 0 (Mond: ė ≈ −2,7×10⁻¹¹/Jahr – nicht nachweisbar).
- Perfekte Kreisbahnen unmöglich (β = 1 nur asymptotisch erreichbar).
Zeitpfeil und Gravitationsentropie (Kapitel 8.10)
- β̇ > 0 bricht Zeitumkehrinvarianz: Gravitation produziert Entropie S_Grav ~ −β lnβ − (1−β)ln(1−β), Ṡ > 0.
- Intrinsischer kosmologischer Zeitpfeil unabhängig von Materie.
- Elektrodynamik dagegen reversibel (β̇ = 0) – erklärt fundamentalen Unterschied zwischen Gravitation und EM.
Identitätsbeziehung DSTT ↔ Weber-Kräfte (Anhang G)
|F_tan| / (|F_rad| + |F_tan|) ≡ β_DSTT(t) exakt für F⃗_WDBT
- Reine WG genügt dieser Beziehung nur näherungsweise: Störterm αφ² (aus Ordnung c⁻⁴) würde geschlossene Bahnen verhindern.
- Das Quantenpotential F⃗_Q kompensiert diesen Term exakt – daher braucht die Theorie zwingend die vollständige WDBT, nicht nur WG.
Emergenz aus der IWT (Anhang G.3–G.5)
- IWT-Lagrangefunktional L = L_lokal + L_global; Zuordnung: L_lokal ↔ E_Z (Weber-artig), L_global ↔ E_B (Bohm-artig), β_IWT ≡ β exakt.
- Das Variationsprinzip erzwingt L̇_global > 0 → β̇ > 0; die Bohm-Führungsgleichung liefert nach Zeit-Eliminierung exakt die Spiralebahn – die DSTT ist damit der beweisbare makroskopische Gravitationssektor der WDBT/IWT, kein eigenständiges Modell.
- Fraktale Ursache von β: D ≈ 2,704 erzeugt skalenabhängige Informationskopplung → β wächst mit dem Radius; dies erklärt universelle Auswärtsdrift und flache Rotationskurven v(r) → √(2βE/m_T) ohne Dunkle Materie.
- Rotverschiebung ohne Expansion: Photonen verlieren Energie durch Informationsverdünnung im fraktalen Netz → z ∝ r (Hubble-Relation ohne Urknall).
- Wellenlängenabhängige Lichtablenkung und Shapiro-Verzögerung (β ist für Photonen frequenzabhängig) – klarer, testbarer Unterschied zur ART (wellenlängenunabhängig).
- CMB-Anisotropien als fossilierte Informationsstruktur; Strukturentstehung ohne Inflation; keine Dunkle Energie, keine Singularitäten.
- Anhang H: Im Kontinuumslimit der IWT emergieren Maxwell-artige Gravitationsfeldgleichungen inkl. Poynting-Analogon (ϵ_g·µ_g = c_g⁻²) – Details siehe Maxwell-Gravitation und Ω-Theorie.
Trägheit aus dem Formalismus – und die Ladungsträgheit
Der Weber-Formalismus (WG wie WED) enthält Beschleunigungsglieder (F ∝ r̈). Umgordnet zur Bewegungsgleichung werden sie zur Trägheitsantwort: Trägheit ist dann keine primitive, postulierte Eigenschaft (Newton: lex secunda als Axiom; Mach-Kritik unbeantwortet; Higgs erklärt nur Massenwerte, nie das Phänomen selbst), sondern die innere Struktur der Wechselwirkung – mit radialer und tangentialer Komponente.
Neu und bislang unausgesprochen: Da die WED dieselbe Struktur trägt (β_WED = 2 statt β_WG = 0,5), existiert eine Ladungsträgheit – eine eigenständige Beschleunigungsreaktion des elektrischen Kopplungskanals neben der Massenträgheit. Die Feldphysik kennt dafür keinen Begriff (nur Strahlungsreaktion à la Abraham-Lorentz-Dirac als Randkorrektur mit Runaway-Problemen); erst der feldlose Direktwechselwirkungsansatz bietet dem Konzept einen Ort. Testbare Konsequenz: geladene und ungeladene Teilchen gleicher Energie sollten in ihrer Beschleunigungsantwort differieren.
Quellen
raw/main.pdf– Kapitel 8 (S. 59–67), Anhang G (S. 149–152), Anhang H (S. 153–159)raw/DSTT.pdf– „Axiomatische Grundstruktur der DSTT”, Anhang G (S. 119–132), Anhang H (S. 133–136)
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