Bundestagspetition: Alternative Kosmologien und ihre gesellschaftlichen Implikationen

Zusammenfassung

Am 10. Juni 2026 reichte Michael Czybor beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eine Petition ein (Begleitschreiben an alle Fraktionen): Die Bundesregierung soll Stellung nehmen zu alternativen Kosmologien, zur Neubewertung Urknall-orientierter Großforschung und zu den gesellschaftlichen Implikationen des Urknall-Paradigmas. Kernthese: Die Kosmologie ist kein wertneutrales Modell – das Bild eines expandierenden Universums spiegelt den kapitalistischen Wachstumszwang, eine stationäre Kosmologie würde ein Nachhaltigkeitsparadigma stützen.

Inhalt

Das Anliegen

Die Petition fordert vom Bundestag, die Bundesregierung zu einer umfassenden Stellungnahme vor dem Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung aufzufordern – zu drei Themenblöcken:

  1. Alternative Kosmologien: Welche Modelle jenseits des ΛCDM-Mainstreams existieren (stationäre Kosmologien, Plasma-Kosmologie, fraktale Raumtheorien, Weber-Gravitation, de Broglie-Bohm) – und welche Konsequenzen zieht die Bundesregierung daraus, dass dunkle Materie und dunkle Energie trotz jahrzehntelanger Suche nie direkt nachgewiesen wurden?
  2. Forschungsmittel: Unabhängige Kosten-Nutzen-Analyse der deutschen Beteiligung an Urknall-orientierten Großprojekten (CERN, LISA, Euclid, Planck, LIGO/Virgo/KAGRA, Einstein-Teleskop, SKA, JWST) inklusive Opportunitätskosten; Prioritäten zwischen spekulativer Grundlagenforschung und anwendungsnaher Forschung.
  3. Gesellschaftliche Implikationen: Öffentliche, interdisziplinäre Debatte über die Parallelen zwischen Kosmologie, Wirtschaftstheorie und Ökologie.

Das Begleitschreiben an die Fraktionen präzisiert sechs Forderungen: formelle Behandlung der Petition mit paritätischer Sachverständigen-Anhörung, Themenaufnahme in fraktionsinterne Arbeitsgruppen, öffentliche Debatte im Bundestag, Kosten-Nutzen-Analyse, Bericht zum Mittelvergabeverfahren (DFG, MPG, BMBF) mit Fokus auf methodischen Pluralismus sowie Kleine/Große Anfrage.

Zentrale Argumente

Wissenschaftliche Grundlage: Dunkle Materie und dunkle Energie blieben trotz massiver Suchanstrengungen (CERN, LUX-ZEPLIN, XENONnT, DarkSide, ADMX, Euclid, Planck, JWST) ohne direkten Nachweis – WIMPs, Axionen, sterile Neutrinos, primordiale Schwarze Löcher: ergebnislos. Als Alternativen ohne diese Postulate werden genannt:

  • de Broglie-Bohm-Theorie – deterministisch, ohne Messproblem
  • Weber-Gravitation – geschwindigkeits-/beschleunigungsabhängige Fernwirkung (W. Weber, aufgearbeitet von A. K. T. Assis)
  • Ω-Theorie – Gravitation als Rotationsfeld, erklärt Rotationskurven ohne dunkle Materie
  • Fraktale Raummodelle mit D ≈ 2,704 – Skalengesetze ohne Expansion

Die beigefügte IWT/WDBT+-Arbeit mache testbare, vom ΛCDM abweichende Vorhersagen: frequenzabhängige Lichtablenkung (Δφ ∝ λ²), Gravitationswellen- Dispersion, maximale Masse kompakter Objekte M_BEC ≈ 3×10⁶ M☉, Neutrinomasse m_ν ≈ 0,1 eV/c², fraktale Skalengesetze ρ(r) ∝ r^−0,296 (siehe Testbare Vorhersagen).

Forschungspolitische Dimension: Deutsche CERN-Beiträge ca. 250 Mio €/Jahr (≈ 20 % des LHC-Budgets); dem gegenübergestellt wird die explizit begrüßte Fusionsförderung (2 Mrd € bis 2029; Hubs Greifswald/Darmstadt/Jülich; „Fusionstalente”; 17,3 Mio € Personalbindung) als Beispiel zielgerichteter, anwendungsnaher Forschung.

Die kosmologisch-gesellschaftliche Parallele

Der Kern der weltanschaulichen Argumentation zieht drei Parallelen:

Kosmologie (Urknall-Paradigma)Gesellschaft
Ewige Expansion aus einer SingularitätExpansiver Wachstumszwang des Kapitalismus
Unsichtbare Entitäten (dunkle Energie/Materie)„Unsichtbare Hand” / Externalisierung von Kosten
Endzeit-Szenarien (Big Rip/Crunch/Freeze, Hitzetod)Apokalyptische Klima- und Kollapsnarrative

Die rhetorische Spitze: Sind diese Szenarien neutrale Vorhersagen – oder sich selbst erfüllende Prophezeiungen, die ein Wirtschaftsmodell legitimieren, indem sie Alternativen als „unwissenschaftlich” diskreditieren? Eine stationäre, ewige Kosmologie wird dagegen als wissenschaftliches Fundament für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Gleichgewicht angeboten.

⚠️ Mainstream-Einordnung: Für dunkle Materie sprechen starke indirekte Beobachtungen (Rotationskurven, Gravitationslinsening, CMB-Peaks, Bullet Cluster); „kein direkter Detektorfund nach X Jahren” ist aus dieser Sicht kein Widerlegung, sondern normal für schwach wechselwirkende Teilchen. Die Kosmologie-als-Kulturkritik-These ist eine philosophische Position, keine physikalische Widerlegung des ΛCDM. Beide Seiten sind hier dokumentiert.

Quellen

  • raw/petition.pdf – Petition an den Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages, 10.06.2026
  • raw/openletter.pdf – Begleitschreiben an die Fraktionen des Deutschen Bundestages, 10.06.2026

Verwandte Artikel