Informations-Weber-Theorie (IWT)
Zusammenfassung
Die IWT ist eine fundamentale, diskrete Ur-Theorie, in der Information die einzige primäre Größe ist. Sie postuliert keine Raumzeit, keine Materie, keine Felder – Raum, Zeit, Materie und Energie emergieren aus der Struktur und Dynamik eines diskreten Informationsnetzwerks. Die WDBT+ (weber-de-broglie-bohm-theorie) ist die emergente, kontinuumsnahe Physik, die daraus im Grenzfall großer Skalen hervorgeht.
Architektur der Gesamtheorie (zwei Ebenen)
- Teil I – IWT: fundamentale, diskrete Formulierung. Informationswerte
I_k^(n)sind komplex (Amplitude + Phase), um Interferenzphänomene und stabile Teilchenstrukturen zu beschreiben. - Teil II – WDBT+: emergente Kontinuumsnähe: deterministische Quantentheorie, geschwindigkeitsabhängige Gravitation, stationäre Kosmologie ohne Urknall/dunkle Materie/dunkle Energie.
Die neun Axiome der IWT (Kapitel 2)
- Diskretes universelles Informationsfeld
I_k^(n)∈ ℂ auf Knoten k = 1…N, diskrete Zeit n. Amplitude kodiert Stärke, Phase kohärente Relationen. - Informationserhaltung: Σ|I_k|² = const – Information wird nur umverteilt, nie erzeugt/vernichtet.
- Informationsmetrik als emergente Geometrie: Metrik g_kl entsteht aus der Kopplungsmatrix K_kl = 1/d_kl^α mit α = 3 − D (D = fraktale Dimension).
- Variationsprinzip: Diskretes Lagrange-Funktional mit drei Anteilen: lokal (Weber-Struktur), global (Bohm-Struktur), fraktal (kosmische Skalierung).
- Dynamische Gleichung der Metrik: g_kl entwickelt sich schrittweise aus dem Funktional.
- Energie als emergenter Informationsfluss – Erhaltungsgröße aus Zeitinvarianz des Funktionals (Noether).
- Naturkonstanten als emergente Skalierungsparameter: c = max. Informationsflussrate, ħ = globale Granularität, G = fraktale Kopplung etc. (Details: naturkonstanten).
- Emergenz von Raum, Zeit und Dynamik: Raum aus Metrik (Linienelement ds = √g·λ₀), Zeit als Ordnungsstruktur t ≈ n·T, Mechanik/QM/Gravitation als Grenzfälle.
- Universelle Gültigkeit auf allen Skalen (mikro bis kosmologisch).
Diskrete Dynamik (Kapitel 3–4)
- Energie, Impuls, Masse (Trägheit) sind diskret definiert; Masse z. B. als lokale Streuung der Information: m_k = δ·Σ|I_k − I_l|².
- Das diskrete Lagrange-Funktional führt über diskrete Euler-Lagrange-Gleichungen zur Update-Regel für I_k^(n+1) – implementierbar als Algorithmus (Details: unschaerfe-evolutionsgleichung).
- Symmetrien (Translation, Zeit, Rotation) liefern diskrete Erhaltungssätze.
Emergenz von Raum, Zeit, Metrik (Kapitel 5)
- Diskrete Metrik aus Funktionalableitungen oder direkt aus der Kopplungsmatrix (normalisierter Zusammenhang).
- Kontinuierliche Raumzeit ist Näherung (Kontinuumslimes, Anhang F); zwei diskrete Zeitstrukturen werden unterschieden (Update-Index vs. physikalische Zeit).
Abgrenzung zu ART/QM (Tabelle 2.1 des Buchs)
| Standardaxiom (ART) | IWT/WDBT+ |
|---|---|
| Raumzeit fundamental | Raumzeit emergiert aus Information |
| Gravitation = Krümmung | Gravitation = Weber-Kraft + Ω-Feld |
| Expansion | Stationäres Universum |
| Dunkle Materie/Energie nötig | Nicht benötigt |
| Kein intrinsischer Zeitpfeil | Zeitpfeil durch β̇ > 0 (DSTT-Drift) |
| Neutrinomasse nicht vorhergesagt | m_ν ≈ 0,1 eV/c² |
Selbstverständnis des Buchs: Arbeitsgrundlage, kein Endpunkt; Maßstab ist „Funktioniert es? Macht es neue Vorhersagen?“, nicht Übereinstimmung mit ART.
Quellen
raw/main.pdf– Vorwort, Kapitel 1–5 (S. 3–46), Anhang F (Kontinuumslimes)