Weber-Elektrodynamik und Plasmen – Jenseits der Quantenfelder

Zusammenfassung

Das Skript (45 S., Czybor 2025) wendet die WDBT (Weber-de-Broglie-Bohm-Theorie) systematisch auf Plasmen an: Elektromagnetismus ist keine Feldwirkung, sondern direkte geschwindigkeits-/beschleunigungsabhängige Kraft zwischen Ladungen, ergänzt um das nicht-lokale Quantenpotential Q und die fraktale Raumdimension D ≈ 2,704. Daraus werden kollektive Plasmaprozeduren – Plasmawellen, Birkeland-Ströme, Fusion, Sternentstehung, Sonnenwind – mikrofundiert; QED emergiert als Grenzfall, Photonen erscheinen als Solitonen.

Kerngleichungen der feldlosen Plasmadynamik

  • Vektorielle Weber-Kraft zwischen Ladungen mit β = 2 (Term ∝ ṙ²/c², Term ∝ rr̈/c²).
  • Kraftdichte durch Integration über die Paarkorrelationsfunktion g(r⃗): ersetzt MHD-Näherungen; erklärt anomalen Widerstand ohne Turbulenzmodelle.
  • Quantenpotential Q = −(ℏ²/2mₑ)·∇²√nₑ/√nₑ modifiziert die Dispersionsrelation von Plasmawellen (Korrekturterm ℏ²k²/4mₑ²ω_p²) – konsistent mit stabiler Wellenausbreitung bei hohen Dichten (z. B. Wendelstein 7-X, nₑ > 10²⁰ m⁻³).
  • Modifizierte Ampère-Dynamik begünstigt filamentäre axialsymmetrische Lösungen → Birkeland-Ströme mit fraktaler Skalierung j(r) ∝ r^(D−3) ≈ r⁻⁰·³.
  • Skaleninvariante Dichtefluktuationen ⟨(δρ/ρ)²⟩ ∼ k^(D−3): Deutung von Galaxienfilamenten (SDSS) und fehlenden CMB-Korrelationen bei l < 20.

Anwendungen

Fusionsforschung

Intrinsische Stabilisierung von Instabilitäten (ELMs) durch Q statt externer Feldkontrolle; nicht-lokaler Transport über Paarkorrelationen; Selbstorganisation in Filamenten als Weg zu kompakten Reaktoren ohne Magnetfeldspulen. Testvorschläge: Q-Effekte in Hochdichteplasmen (SPARC), anomaler Widerstand, fraktale Skalierung in Z-Pinches.

Plasmaantrieb und -medizin

„Thermoelektrische Resonanzexpansion”: schlagartige Ionisation von flüssigem Wasserstoff (Coulomb-Explosion), verstärkt durch Weber-Terme; erweiterte Zustandsgleichung mit WDBT-Korrektur (β = 2), kritische Dichte n_c ≈ 10²⁸ m⁻³, Helmholtz-artige Resonanzbedingungen; Energiedichte des WDBT-Plasmas (LH₂): 175 MJ/kg bzw. 175 GPa (vs. 142 MJ/kg chemisch). Düsengeometrie folgt fraktalem Skalierungsgesetz. Plasmamedizin: biologische Wirksamkeit bestimmter Plasmafrequenzen als nicht-lokale Wechselwirkung mit Gewebe (spekulativ, ohne experimentellen Nachweis).

Astrophysik

Sternentstehung: modifiziertes Jeans-Kriterium inkl. Coulomb-Barriere und Quantendruck; numerisch Kollapszeit ≈ 1,3×10⁵ Jahre (M = 10³ M☉, R₀ = 1 LJ) – konsistent mit Beobachtung; Q stabilisiert die Elektronenwolke kohärent. Sonne: selbstorganisiertes Plasmagebilde; Koronaheizung durch Weber-Beschleunigung statt Wellenheizung; Sonnenwind aus kontinuierlicher Materieentstehung (Quantenvakuumfluktuationen, Q bevorzugt Materie) mit supersonischen Strömen bis 800 km/s; Galaxienrotation ohne Dunkle Materie (kompatibel mit Tully-Fisher).

Photonen als Solitonen, Emergenz der QED

Eine Lagrange-Dichte aus Weber-Potential, Q und Polarisationsfeld liefert Solitonlösungen ρ ∝ sech²((z−ct)/λ). QED gilt als effektive Theorie für k ≪ mₑc/ℏ: Photonen ↔ Ladungssolitonen, virtuelle Photonen ↔ Instanton-artige Weber-Konfigurationen, g−2 ↔ Kraftkorrekturen, modifizierter Lamb-Shift mit Term ⟨r̈⟩. Anspruch: etablierte Theorien emergieren „gefiltert” – ohne deren Pathologien (Renormierung, Singularitäten, Messproblem).

⚠️ Einordnung: Eigenständiges Skript im Rahmen der WDBT; die phänomenologische Plasmakosmologie (Peratt) wird hier nicht wiederholt, sondern mikroskopisch zu begründen versucht – beide sind deskriptiv kompatibel, aber theoretisch verschieden begründet.

Quellen

  • raw/plasma.pdf – Kap. 1–7, Anhänge A/B (Czybor, August 2025)

Verwandte Artikel