Little Red Dots im JWST – normale Galaxien in der stationären Kosmologie
Zusammenfassung
Die „Little Red Dots” (LRDs) – kompakte rote Objekte des JWST bei z ≈ 7–12 – gelten im ΛCDM als exotische Frühphasen-Galaxien. Die WDBT+ liest sie anders: Die hohe Rotverschiebung ist keine Expansionsgeschwindigkeit, sondern ein Wegmaß (kumulative gravitative Rotverschiebung). Kalibriert über die gelinstte Supernova SN Refsdal ergibt sich für z = 10 eine Entfernung von ≈ 44 Milliarden Lichtjahren und daraus aus den Winkeldurchmessern eine physikalische Größe von 10–30 kpc: normale Galaxien, keine Urknall-Kuriositäten.
Inhalt
Grundlage: Rotverschiebung ohne Expansion
In der stationären Kosmologie gilt z(d) ∝ d^(D−1) mit fraktaler Dimension D ≈ 2,704 und der universellen konstanten Mittleren Dichte ρ₀ – ganz ohne Urknall, Dunkle Materie, Dunkle Energie (vgl. Rotverschiebung, neu bewertet).
Kalibration über SN Refsdal
Ankerpunkt ist SN Refsdal (z = 1,49) in MACS J1149.5+2223: Aus den Zeitverzögerungen der Gravitationslinsen-Mehrfachbilder folgt d ≈ 1,36 × 10²⁶ m ≈ 14,4 Gly. Daraus berechnet sich die WDBT+-Dichte ρ₀ ≈ 5 × 10⁻¹⁴ kg/m³.
Entfernung und Größe der LRDs
Skalierung auf z = 10: d(z=10) ≈ 1,36 × 10²⁶ m · (10/1,49)^(1/1,704) ≈ 4,16 × 10²⁶ m ≈ 44 Gly – gegenüber ≈ 30 Gly komobiler Distanz in ΛCDM ein um ~50 % größerer Wert, also ein scharfer modelltrennender Unterschied. Mit beobachteten Winkeldurchmessern von θ ≈ 0,1–0,5″ ergibt L = θ·d:
- θ = 0,1″ ⇒ L ≈ 6,5 kpc
- θ = 0,5″ ⇒ L ≈ 33 kpc
Die Milchstraße hat ~30 kpc Durchmesser – die LRDs fallen in den Bereich normaler heutiger Galaxien.
Testbare Aussage
Würde man die physikalische Größe eines LRDs unabhängig bestimmen (Dynamik, Linsung), muss sie dem Wert aus Winkeldurchmesser × WDBT+-Entfernung entsprechen. Weitere Prüfgrößen: frequenzabhängige Lichtablenkung, GW-Dispersion, fraktale Materieverteilung ρ(r) ∝ r^−0,296 (Testbare Vorhersagen).
⚠️ Einordnung (Mainstream-Sicht): In ΛCDM sind LRDs vermutlich kompakte Kerngalaxien mit aktiven schwarzen Löchern bzw. dichten Staubhüllen; die komobile Entfernung (~30 Gly bei z=10) ist konsistent mit CMB, BAO und dem SN-Ia-Hubble-Diagramm zugleich. Die WDBT+-Rechnung kalibriert dagegen nur einen einzigen Ankerpunkt (SN Refsdal) und ignoriert das übrige Beobachtungsnetz; ob SN Refsdals Entfernung wirklich „modellunabhängig” genug ist, ist umstritten. Die 50-%-Differenz bleibt aber ein sauberer Falsifikationstest zwischen den Modellen.
Quellen
raw/LRDs.pdf– „Interpretation der Little Red Dots (JWST) nach der WDBT+”, M. Czybor, 15. Juni 2026 (Kap. 2–6)